Schornstein
Ein Kachelofen ist eine sehr schöne, angenehme und romantische Wärmequelle. Er wird in der Regel mit Holz befeuert, einem wieder nachwachsendem Rohstoff. Um diesen oder auch einen anderen Rohstoff sauber verbrennen zu können, bedarf es eines geeigneten Schornsteins.
Im Volksmund wird immer von einem gut ziehenden Ofen gesprochen und dabei übersehen, dass die Leistung des Ziehens in erster Linie auf das Konto des Schornsteins geht. Der Schornstein zieht und saugt dabei das im Brennraum des Ofens entstehende Rauchgas durch die Züge des Kachelofens und anschließend durch den Schornstein selbst ins Freie. Der Schornstein ist also der Motor des Kachelofens. Unterschiedliche Kachelofenarten stellen unterschiedliche Ansprüche an den Schornstein. Je größer der Kachelofen und damit die Heizleistung wird, um so größer muss auch der Brennraum werden, um ausreichend Brennmaterial einbringen zu können. Entsprechend leistungsfähiger muss auch der Schornstein Ihres Hauses sein. Da in der Regel der Schornstein bereits steht, empfiehlt es sich, den Kachelofen genau für den vorhandenen Schornstein zu planen. Wenn Sie Ihren Kachelofen selbst bauen, sollten Sie sich Rat vom Ofenbaumeister holen. Falls Sie Ihren Kachelofen in ein neu entstehendes Haus setzen, haben Sie keine Probleme. Teilen Sie dem planenden Architekten Ihr Vorhaben mit. Er wird dann alles Erforderliche veranlassen, damit Ihr Haus einen geeigneten Schornstein erhält. Bei einem älteren Haus, für das kein Kachelofen geplant war, prüfen Sie bitte die Schornsteineignung. Die Schornsteinmündung muss im freien Windstrom liegen, damit der Wind nicht auf dem Schornstein liegt. Dazu muss der Schornstein den Dachfirst um 40 cm übertragen bzw. die Schornsteinmündung muss zum Dach 230 cm Abstand haben. Bei Flachdächern muss der Schornstein 1 m über das Dach reichen. Besondere örtliche Lagen, wie z. B. Hanglagen, Kessellagen, große Baumgruppen usw. können die Luftströmung stark beeinflussen und dazu führen, dass der Schornstein nicht richtig zieht. Beachten Sie bitte auch die unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in den einzelnen Bundesländern. Der zuständige Schornsteinfegermeister kann Ihnen konkrete Auskünfte geben. Bei Kachelofenheizeinsätzen finden Sie unter den Technikangaben auch den Mindestförderdruck, den der Kamin, an den dieser Einsatz angeschlossen wird, haben muss.
Bei Grundofenbausätzen werden die Kamindaten wie die wirksame Höhe des Schornsteins (die Höhe vom Brennraumboden des Kachelofens zur Oberkante des Schornsteins), der Kaminquerschnitt, das Material, aus dem er besteht, die Isolierung und Hinterlüftung ermittelt und der Ofen passend zum Schornstein berechnet und gebaut. Nebenstehende Bilder zeigen einen einzügigen und einen zweizügigen Schornstein. Der Schornstein besteht aus einer Außenschale, in welche die Hinterlüftungsschächte bereits eingearbeitet sind. Darin befindet sich die Isolierung, die das aus Schamotte bestehende Rauchgasrohr umhüllt. IN neuen Häusern befinden sich meist nach diesem Schema aufgebaute Schornsteine mit zwei Zügen. (Separate Züge für Zentralheizung und Kachelofen).
Der richtige Kachelofen
Wenn wir an einen Kachelofen denken, dann fallen uns Dinge wie Wärme, Gemütlichkeit, Wohnraumatmosphäre, knisterndes Holz oder offenes Feuer ein. Wer denkt da schon an die dahinter steckende Technik. Punkte wie Ökologie, Ökonomie und die Art, wie die Wärme in den Wohnraum abgegeben wird, spielen heute eine immer wichtigere Rolle. Je nach Art des Kachelofens gibt es da einige Unterschiede. Dass Sie nur einen Kachelofen bauen sollten, dessen Technik dem heutigen Stand der Technik entspricht, versteht sich von selbst. Durch eine gute Verbrennung werden die Schadstoffe im Rauchgas des Kachelofens erheblich reduziert. Bei Einsätzen für Warmluftkachelöfen, Kombi- Kachelöfen und Heizkaminen sowie bei Kaminöfen können Sie aufgrund der technischen Daten und der Produktbeschreibung sehr gut vergleichen. Achten Sie bitte darauf, dass bei den Angaben eine DIN - Reg. Nr. angegeben ist. Sie können dann relativ sich sein, dass die Angaben auch den Tatsachen entsprechen. Bei Grundöfen gibt es keine solche Angaben. Grundöfen werden aus Schamotte ohne Metalleinsätze aufgemauert. Dabei ändert sich das Innenleben (der Ofenkern) je nach Aussehen, Ofengröße und Kaminzugvermögen. Die richtige Berechnung eines Grundofens (mit richtiger Gestaltung des Brennraums und allen Zügen) ist, wenn man es richtig machen will, sehr umfangreich. Die Berechnung sollte einem Fachmann überlassen werden.
Es gibt Grundofenhersteller, die einen passend zu Ihrem Schornstein berechneten Grundofenkern mit Aufbauanleitung für Selbstbauer anbieten. Auch dabei können Sie Ihre eigenen gestalterischen Vorstellungen von Ihrem Kachelofen weitestgehend realisieren. Bei diesen Kernbausätzen sind die Schamotte bereits in der richtigen Form. Sie sparen sich dadurch sehr viel Schneidearbeit und Zeit. Gleichzeitig übernehmen diese Firmen auch beim Selbstbau die Funktionsgarantie für Ihren Kachelofen.
Mit einer Computersimulation belegen Ihnen diese Firmen den Abbrandverlauf und die Aufheizphase Ihres Ofens. Beim Grundofenkern sollten Sie auf höchste Qualität achten. Ausgebrannte Schamotte bedeuten beim Grundofen ein Abtragen des Ofens und nach Auswechslung der schadhaften Schamotte einen Neuaufbau. Hochwertige Schamotte in nicht zu großen Formaten haben, wie die Praxis gezeigt hat, eine sehr lange Lebensdauer. Und eine gute saubere Verbrennung ist wichtig für die Haltbarkeit von Schamotte.
Jede unterschiedliche Art von Kachelöfen gibt die Wärme anders an den Wohnraum ab. Dabei entstehen bestimmte Charakteristiken, die Sie in Ihre Wahl einfließen lasen sollten. Überlegen Sie sich, welche Vorteile für Sie wichtig sind oder welche Nachteile Sie in Kauf nehmen können. Nehmen Sie diese Entscheidung nicht auf die leichte Schulter. Ein guter Kachelofen hält bei ordentlicher Pflege ein Leben lang. Ob ein Kachelofen verkachelt oder verputzt ist, hat für die Heizleistung keine erwähnenswerte Bedeutung. Lassen Sie hier einfach Ihren Geschmack entscheiden. Grundsätzlich können alle Kachelofenarten verputzt oder verkachelt gesetzt werden.