Frischluftzufuhr
Grundsätzlich muß bei einer Brennstelle innerhalb einer Wohnung eine Luftöffnung vorhanden sein. Die durch den Schornstein ins Freie Entweichende Verbrennungsluft muß im Wohnraum ersetz werden, damit kein Unterdruck entsteht.
Vorgeschrieben ist, dass in den Raum, in dem die Brennstelle steht und Luft verbrauch, bei einem Unterdruck von 0,04 mbar pro 1 KW Heizleistung eine Luftmenge von 1,6m³ / Stunde nachströmen können muß. Befinden sich noch weitere Brennstellen im Raum, muß die Gesamtheizleistung aller Brennstellen als Berechnungsgrundlage herangezogen werden. Die Belüftung kann erfolgen durch eine Wandöffnung ins Freie, durch undichte Stellen in der Wand, unter den Türen, an den Fenstern usw. Dies kann aber auch durch technische Einrichtungen erfolgen. Da in der Regel im Heizungskeller eine Zwangsbelüftung für die Zentralheizung vorahnden ist, bietet sich auch eine Öffnung in den Heizungskeller an. Befragen Sie zu diesem Punkt aber auf jeden Fall den Schornsteinfegermeister, vor allem wenn in dem Raum, in dem der Ofen stehen soll, ein mechanischer Dunstabzug vorhanden ist. Auch die Größe des Raums, in dem sich die Brennstelle befindet, ist von Bedeutung. In einem großen Raum ist es viel schwieriger Unterdruck zu erzeugen als in einem kleinen. In Räumen unter 12 qm Wohnfläche darf kein Kachelofen betrieben werden. In der Praxis bedeutet das, dass Sie für einen Grundofen fast nie, für einen Warmluft- / offenen Kamin immer eine zusätzliche Luftöffnung im Raum schaffen müssen. (Der offene Kamin ist mit 340 KW pro qm Feuerraumöffnung zu berechnen.)
Wenn Sie die Möglichkeit haben Zuluft über einen Kellerraum unter dem Kachelofen zuzuführen, dann setzen Sie einfach unter ihrem geplanten Kachelofen ein Rohr in die Kellerdecke, das den Wohnraum mit dem Heizungskeller verbindet. Dieses Rohr kann im Durchmesser etwas kleiner sein als der Schornsteinzug (warme Luft dehnt sich aus). Verwenden Sie dazu bitte ein Metall- oder Steinzeugrohr. Kunststoffteile sind im Bereich des Kachelofens fehl am Platz. Sie bohren dazu ein Loch, an der entsprechend ihrem Grundrißplan für den Kachelofen ausgesuchten Stelle, durch die Kellerdecke und putzen das Rohr ein. Das Rohr soll unter dem Kachelofen ungefähr bündig mit dem Boden abschließen. Prüfen Sie bitte, ob nicht gerade an der Stelle, an der Sie das Zuluftrohr setzten wollen, ein tragendes Teil Ihrer Kellerdecke ist. Da die erforderliche Zuluftmenge von der Heizleistung Ihres Ofens abhängig ist, kann hier keine endgültige Größenangabe gemacht werden. Bei der Zuluftführung durch den Heizungskeller haben Sie den Vorteil, dass die Zuluft durch die Abwärme des Heizungskellers bereits vorgewärmt ist und Sie keinerlei Absperreinrichtung, wie bei der Zuluft direkt von außen, benötigen. Wenn eine Zuluftführung durch den Heizungskeller nicht möglich ist, können Sie einen Zuluftschacht durch die Außenwand des Hauses setzen. Es ist unerheblich, ob diese Öffnung im Bereich des Kachelofens ist oder sonst irgendwo im Raum. Es kann allerdings zu Zugluft führen, wenn die Luftöffnung und der Kachelofen weit voneinander getrennt sind. Bauen Sie die Zuluftführung knapp über dem Wohnraumboden mit einem leichten Gefälle nach außen in die Mauer. Achten Sie darauf, dass Ihr Zuluftschacht eine Luftklappe zum Absperren des Luftstroms hat, damit nicht der Wind in die Wohnung bläßt, auch wenn Sie Ihren Kachelofen gar nicht in Betrieb haben. Ein Insektengitter darf auf keinen Fall fehlen. Vom Kachelofensetzer können Sie fertige Zuluftöffnungen mit Absperreinrichtung beziehen.
Eine weitere Möglichkeit ist, die Zuluft über den Keller ins Haus zu führen. Das funktioniert, wenn Sie ein recht offenes Haus ohne Türen zwischen Keller und dem Raum mit der Brennstelle oder mit nicht rundum anschlagenden Türen haben. Der örtlich zuständige Schornsteinfegermeister muß mit dem Schornsteinanschluß auch die Zuluftführung genehmigen.
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Da sich der Mikrostaub, der sich im Wohnraum befindet, zum Boden hin absenkt, wird er von dort als Verbrennungsluft angesaugt und als Rauchgas ins Freie befördert. Frische sauerstoffreiche Luft gelangt in den Wohnraum. Dieser Vorgang ist als Feuerventilation bekannt.