Heizkamine

Der Heizkamin entspricht in seiner Funktionsweise und seinem Aufbau weitgehend dem Warmluft-Kachelofen. Der Heizkamin besteht aus einem Guss -Heizeinsatz mit großer Glasscheibe, die mit einem Schamotte- / Kachelmantel gestalterisch umbaut wird.


 

skizze

Im Sockelbereich gelangt die Luft zwischen den Metalleinsatz und die Ummauerung; sie erhitzt sich an der heißen Oberfläche des Heizeinsatzes und gelangt durch ein Warmluftgitter oder durch Lüfterkacheln im oberen Bereich des Heizkamins wieder in den Wohnraum. Dadurch entsteht eine Konvektion, welche die Raumluft relativ schnell aufheizt. Es wird allerdings, wie bei allen Heizanlagen mit überwiegendem Warmluftanteil, zuerst an der Zimmerdecke warm.

Um in Bodennähe Temperaturen von ca. 19°C zu erreichen, muss die Luft an der Zimmerdecke auf ca. 30°C erwärmt werden. Da warme Luft nach oben steigt, ergibt sich diese Temperaturverteilung. Beim Heizkamin schafft allerdings die große Glasscheibe, durch die das Feuer sichtbar ist, einen gewissen Ausgleich. Die Strahlungswärme des Feuers dringt durch die Glasscheibe und sorgt für eine angenehme und gleichmäßigere Wärmeverteilung; denn Strahlung erwärmt nicht die Luft, sondern nur die Gegenstände auf die sie trifft. Erst an diesen erwärmten Gegenständen nimmt dann die Luft Wärme auf. Der Heizkamin bietet auch die Möglichkeit, sofern er an einen nur von ihm belegten Schornsteinzug angeschlossen ist, bei offener Glastür die Vorteile des offenen Feuers zu genießen.