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Gasschlitz
Der Gasschlitz ist eine Verbindung durch genau dimensionierte Bohrungen, auf kurzem Weg vom Brennraum zum Schornstein, für das unverbrannte Holzgas im Grundofen. Dieses Holzgas könnte sich sonst in den Zügen eines Grundofens sammeln, wenn die Luftzufuhr unterbunden würde, bevor die Vergasungsphase des Holzes beendet ist. Wenn dann das Holzgas mit Sauerstoff und einem Zündfunken in Kontakt käme, wäre es möglich, dass dieses Gas im Ofen explodiert. Der Grundofen würde dauerhaften Schaden nehmen. Bei gut berechneten Grundöfen ist dieses Risiko, das in jedem Fall auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen ist, sehr gering. Bei Kachelofenbausätzen mit Funktionsgarantie kann dieses Risiko in der Praxis nicht vom Hersteller / Garantiegeber auf den Kunden übertragen werden. Der Bedienungsfehler ist nur sehr schwer nachweisbar.

Glasur
Die Oberfläche eines keramischen Gegenstandes, die durch Aufbringung von Pulvern oder Flüssigkeiten und anschließendem Brennen ein farbiges, glasähnliches Aussehen erhält.

Grundofen
Im Grundofen wird der Brennstoff am Ofengrund verbrannt (Tiroler Verbrennung). Diese Verbrennung eignet sich nur für Holz. Befindet sich ein Rost im Brennraum, mit darunterliegendem Ascheschuber, ist auch die Verbrennung von Kohle möglich. Dann handelt es sich aber nicht mehr um eine echte Grundofenverbrennung. Bei der Tiroler Verbrennung gibt es keinen Ascheschuber. Die Brennraumtemperaturen sind so hoch (bis über 1000°C), dass das Holz beinahe vollständig verbrennt. Der geringe Ascherest kann im Brennraum verbleiben. Der Grundofen heizt überwiegend durch Strahlungswärme.

Hafnerdraht
Federstahl - Draht mit 2-4 mm Durchmesser, der zu Hafnerklammern gebogen wird.

Hafnerklammern
Mit Vorspannung gebogener Hafnerdraht zur Verbindung der Kacheln und Schamotte-Platten
Untereinander sowie zur Fixierung der Kacheln an der zur Ausrichtung der Kacheln angelegten Holzlatte beim Aufbau.

Heizeinsatz
Der Heizeinsatz ist eine Gußbrennkammer für den Warmluft- oder Kombikachelofen sowie für den Heizkamin. Diese Brennkammer kann nur für Holzbrand oder auch für den Abbrand von Kohle (mit Rost) geeignet sein. Hochwertige Heizeinsätze sind heutzutage ausschamottiert. Heizeinsätze mit einer DIN-Norm erfüllen diese in der Regel nur in Verbindung mit einem Nachheizkasten. Die hohe Heizleistung dieser Einsätze entsteht durch die Lufterwärmung an ihrer heißen Oberfläche. Durch spezielle Gestaltung dieser Oberfläche (Heizrippen) wieder dieser Effekt noch verstärkt (Konvektion). Nach einer relativ kurzen Anheizphase steht eine hohe Heizleistung zur Verfügung.

Heizkamin
Der Heizkamin entspricht in seiner Funktionsweise weitgehend dem Warmluftofen. Im Unterschied zu diesem steht beim Heizkamin die große Glastür mit der freien Sicht um Feuer im Vordergrund. Einen Nachheizkasten besitzen Heizkamine in der Regel nicht. Sie sind ein Zwischenschritt von der Gemütlichkeit des offenen Kaminfeuers hin zu einer vernünftigen Heizleistung.

Heizwert
Der Heizwert ist die freigegebene Energiemenge des Brennmaterials. Er wird gewöhnlich in kWh pro kg gemessen. Bei Holz spielt dabei die Holzart und der Feuchtigkeitsgrad zum Zeitpunkt der Verbrennung eine wesentliche Rolle. Beim Abbrand muss erst die sich im Holz befindlichen Feuchtigkeitsmenge verdampft werden. Erst die darüber hinausgehende, durch die Verbrennung freigesetzte Energie kann zu Heizzwecken genutzt werden.

Hinterlüftung
Zwischen einem Grundofen und der Wand ist ein ca. 10 cm breiter Zwischenraum. Da der Ofen auch zur Wand hin Wärme ab gibt, sorgt man in diesem Bereich für eine Luftströmung und führt die Wärme ab. Die Luft kann dabei im Sockelbereich des Grundofens einströmen und im oberen Ofenbereich wieder ausströmen. Da es sich dabei um maximal 30 Prozent der Heizleistung des Grundofens handelt, entsteht im Wohnraum keine Luftzirkulation.

Kacheln
Kacheln sind aus Ton hergestellte, geformte und anschließend gebrannte, mit einer Glasur überzogene Gestaltungselemente im Kachelofenbau. Bei entsprechender Erwärmung geben sie eine Wärmestrahlung nahe des Infrarotstrahlungsbereichs ab. (Dies entspricht weitgehend der natürlichen, langwelligen Wärmestrahlung der Sonne. Nach bisherigen Erkenntnissen werden dabei keine kurzwelligen Strahlungen freigesetzt.)
Es gibt die unterschiedlichsten Formen und Farben bei Kacheln. Für das Setzen der Kacheln ist von Bedeutung, ob es sich um Kacheln der üblichen Art mit Steg auf der Rückseite, um Vollkacheln oder um Kacheln mit Kleberumpf handelt.



Aktualisiert (Dienstag, den 17. November 2009 um 15:00 Uhr)